So sparen Hauskäufer Grunderwerbssteuer

13. Mai 2016

Die Grunderwerbssteuer sorgt beim Kauf von Immobilien regelmäßig für Verzweiflung. Die Kosten, mit denen Immobilienkäufer hierbei rechnen müssen, sind hoch. Das liegt nicht zuletzt auch an den steigenden Preisen für Immobilien. Gerade in Großstädten, wie München und Münster, steigen die Kaufpreise, und damit auch die Grunderwerbssteuer, immer weiter an. Städte liegen im Trend und zwar nicht nur, weil es sich hier schön feiern lässt oder auch viele Unternehmen in den Städten ihren Hauptsitz haben. Viele Großstädte werden für Immobilienkäufer immer interessanter. Gerade München und Köln oder auch Münster gehören laut einer Studie zu den Orten, wo sich die Menschen vorstellen können, durchaus Eigentum zu erwerben. Das zeigt sich natürlich auch bei den Preisen für die Immobilien und dementsprechend bei der Grunderwerbssteuer. Diese kann von den Bundesländern selbst festgelegt werden und bewegt sich zwischen 3,5 Prozent bis hin zu 6,5 Prozent. Kein Wunder, dass immer mehr Immobilienkäufer nach Möglichkeiten suchen, hier sparen zu können.

Mit diesen Tricks lässt sich Grunderwerbssteuer sparen

Es gibt einige Tipps und Hinweise, die dabei helfen können, beim Kauf von Eigentum Grunderwerbssteuer zu sparen:
  1. Erst kaufen, dann bauen
Wer plant, seine Immobilie bauen zu lassen und keine Bestandsimmobilie kaufen möchte, der kann relativ einfach Grunderwerbssteuer sparen. Erst wird das Bauland gekauft, darauf die Steuer entrichtet und anschließend der Bau in Auftrag gegeben. Gerade in Gebieten, die besonders beliebt sind, ist es heute jedoch häufig so, dass Bauunternehmen die Grundstücke kaufen und diese zusammen mit dem Hausbau anbieten. Wird das dann im Vertrag festgehalten, ist die Ersparnis dahin, denn die Grunderwerbssteuer fällt auf den gesamten Vertragspreis an. Verkäufer und Bauunternehmern dürfen zudem nicht zusammengehören.
  1. Inventar rauslisten lassen
Bei einer bereits bestehenden Immobilie gibt es ebenfalls eine Möglichkeit, die Grunderwerbssteuer zu reduzieren. Verfügt die Immobilie über Inventar, dann kann dieses aus dem Kaufpreis herausgerechnet werden. Dafür muss es mit seinen gesamten Kosten im Kaufvertrag aufgelistet werden. Auf diese Weise sinkt der Kaufpreis und damit auch die Bemessungsgrundlage.
  1. Einheitswert für die Grundsteuer angreifen
Wer in einer Gemeinde kauft, der wird mit der jährlichen Grundsteuer konfrontiert werden. Auch diese schlägt natürlich zu Buche und sollte daher nicht einfach hingenommen werden. Die Gemeinden legen einen Einheitswert für die Berechnung fest. Ist dieser deutlich überhöht in Bezug auf die eigene Immobilie, kann er angegriffen werden. Weicht also der Einheitswert um insgesamt mindestens 10% von einem vorherigen Wert ab und erreicht damit einen Betrag von 50.000 Euro nach oben oder 250 Euro nach unten, dann kann hier eine Prüfung gefordert werden. Ein Grund für die Prüfung kann beispielsweise sein, dass an der Immobilie Baumängel aufgetreten sind oder es Brandschäden gibt: Tipp: Gerade Käufer von Doppelhaushälften haben oft nur ein kleines Grundstück, welches eine Größe von 250 m² nicht übersteigt. In diesem Fall kann geprüft werden, ob auf den Einheitswert ein Abschlag festgelegt wurde. Der Abschlag in Bezug auf eine kleine Grundstücksfläche steht Immobilienbesitzern zu und kann die Kosten verringern.
  1. Sparen bei der Eigentumswohnung
Wenn ein entsprechender Vermerk im Kaufvertrag gemacht worden ist, dann können die Rücklagen für eine Eigentumswohnung von der Grunderwerbssteuer befreit werden. Es gibt verschiedene Wege, die Grunderwerbssteuer senken zu können. Oft kann auch eine Beratung durch einen spezialisierten Steuerfachmann helfen.