Die Immobiliennews in Kürze - Oktober 2020

5. Oktober 2020

Anstieg der Wohnungspreise

Die Coronakrise kann den Preisen für Häuser und Wohnungen anscheinend nicht viel anhaben, denn diese klettern weiterhin in die Höhe. Nach Angaben des Bundesamts für Statistik (Destatis) wurde im zweiten Quartal 2020 verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres ein Preisanstieg von durchschnittlich 6,6 % verzeichnet.

Trotz des Anstiegs hat die Preisdynamik jedoch in den letzten Jahren ein wenig abgenommen. In den deutschen Top 7 (das sind die Städte Berlin, München, Hamburg, Stuttgart, Frankfurt, Düsseldorf und Köln) sind die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,5 % gestiegen, während es bei den Eigentumswohnungen ein Plus von 6,1 % gab. Im Vorjahr waren es jedoch noch 7,9 %. In den Städten mit einer Einwohnerzahl von mindestens 100.000 sind die Preise für Häuser im Jahresvergleich um 7,3 % gestiegen, während es bei den Wohnungen einen Preisanstieg von 8,2 % gab.

In Sachsen sind die Mietpreise in Dresden am höchsten

In Dresden zur Miete zu wohnen ist teuer, während die Mietpreise in Hoyerswerda und Plauen am günstigsten sind. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Onlineportals ImmoScout24. Die Quadratmeterpreise für Mietwohnungen in Dresden liegen im Durchschnitt bei 9,42 Euro, während es in Leipzig 8,24 Euro pro Quadratmeter sind.

Für Eigentumswohnungen sind die Preise währenddessen jedoch noch stärker in die Höhe geklettert. In nur einem Jahr sind die Preise im Bestand um 17,3 % gestiegen. Derzeit kostet der Quadratmeter für Bestandsbauten 2.256 Euro, während die Angebotspreise für Neubauten bei 3.400 Euro pro Quadratmeter liegen. Mieter in Hoyerswerda und Plauen müssen dagegen durchschnittlich lediglich 5 Euro pro Quadratmeter zahlen.

Studentenwohnungen werden teurer

Es gab laut dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im zweiten Quartal 2020 einen Anstieg der Mietpreise für Studentenwohnungen. Für den Studentenwohnreport wurden 30 deutsche Universitätsstädte ausgewertet.

Von den 30 analysierten Hochschulstandorten sind die Mietpreise für Studentenwohnungen im zweiten Quartal 2020 in 27 der Universitätsstädten gestiegen. Zuvor erweckte es Ende 2019 noch den Anschein, als sei der Mietpreisanstieg beendet. In München und Freiburg sind die Mieten beispielsweise jeweils um 24 Euro (auf 724 Euro) bzw. 22 Euro (auf 550 Euro) gestiegen. Lediglich in Berlin sind die Mieten im Vergleich relativ stark gefallen und betragen 446 Euro, was einem Minus um 14 Euro entspricht. Nach Angaben des IW sei dies auf den Mietendeckel zurückzuführen.