Deutlicher Preisanstieg der Heizkosten für 2021 prognostiziert

Jinny Verdonck

5. Oktober 2021

So langsam wird es kühler, die Preise für Öl und Gas sind gestiegen und der CO2-Preis ist hinzugekommen. Nach der Prognose des Heizspiegels 2021 gibt es dieses Jahr einen deutlichen Anstieg der Heizkosten. Es wird erwartet, dass die Preise um durchschnittlich 13 % in die Höhe klettern werden. Wer mit Ölheizungen heizt, muss sogar mit einem noch höheren Preisanstieg rechnen. Der Umstieg auf erneuerbare Energien kann sich preislich lohnen.

Günstigere Energiepreise sowie milderes Wetter führten dazu, dass die Heizkosten letztes Jahr im Vergleich zu 2019 um 5 % gesunken sind. Die Energiepreise sind in diesem Jahr allerdings gestiegen und das Wetter war kühler. Zudem wurde der CO2-Preis eingeführt. Als Folge sind die Heizkosten erheblich teurer geworden. Zu diesem Ergebnis kommt der "Heizspiegel für Deutschland 2021”, der von co2online erstellt wurde.

Eine durchschnittliche Wohnung von 70 Quadratmetern in einem Mehrfamilienhaus muss laut dem Heizspiegel mit einem Anstieg der Heizkosten um 13 % rechnen. Das entspricht Mehrkosten in Höhe von 90 Euro. Eine Ölheizung führt zu einem noch größeren Anstieg der Heizkosten. Nachdem diese im Jahr zuvor noch um 27 % zurückgegangen sind, wird für das laufende Jahr ein Anstieg um ganze 44 % prognostiziert. Das Heizen mit Holzpellets, Wärmepumpen und Fernwärme führt dagegen nur zu einem Preisanstieg im einstelligen Prozentbereich.

Einsparpotenzial

Es ist möglich, durch energieeffizientes Verhalten die CO2-Emissionen zu senken und jeder kann seinen Teil dazu beitragen. Dies tut nicht nur der Umwelt gut, sondern schont zudem den Geldbeutel.

Eine Durchschnittswohnung weist ein Sparpotenzial von 490 Euro jährlich auf, so der Heizspiegel. Eine Sanierung der Immobilie sowie der Umstieg auf erneuerbare Energien bieten dabei das größte Potenzial, um Heizkosten zu sparen.