2,3 Millionen neue Wohnungen seit 2020

Jinny Verdonck

12. Juli 2021

Letztes Jahr wurden in Deutschland 291.000 neue Wohnungen gebaut. Somit betrug der Wohnungsbestand nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) 42,8 Millionen. Dies entspricht einem Plus von 5,7 % im Vergleich zum Jahr 2010. Es besteht jedoch noch immer Bedarf an zusätzlichen Wohnungen.

Laut Berechnung kamen Ende 2020 somit 515 Wohnungen auf 1.000 Einwohner. Verglichen mit dem Jahr 2010 sind das 20 Wohnungen mehr. 

Alles in allem ist die Wohnfläche um 7 % auf etwa 3,9 Milliarden Quadratmeter in die Höhe geklettert. Eine durchschnittliche Wohnung hat eine Größe von 92 Quadratmetern. Dies ist 1,1 Quadratmeter mehr als noch in 2010. 

Laut Statistik kommt auf einen Einwohner eine Wohnfläche von 47,4 Quadratmeter, was einem Plus von 2,4 Quadratmetern entspricht. Je Wohnung gab es statistisch gesehen im Durchschnitt statt 2,02 im Jahr 2010 nur noch 1,94 Bewohner. 

Es besteht weiterhin Bedarf

Da sowohl die Anzahl der Kleinhaushalte als auch die Wohnfläche pro Kopf gestiegen ist, wird trotz der wachsenden Bestandszahlen der Wohnraumbedarf noch immer nicht gedeckt. Pro Jahr müssten nach Ansicht der Experten mehr als 300.000 zusätzliche Wohnungen geschaffen werden, wobei das Augenmerk hier auf bezahlbares Wohnen liegen sollte.